Den eenen sin Uhl…

„Wat den eenen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall“, sagt ein plattdeutsches Sprichwort. Freud und Leid liegen oft dicht beieinander. Im speziellen Fall der gebursthilflichen Versorgung in Mecklenburg lässt sich diese Entfernung sogar auf den Kilometer beziffern: 24 km. Das ist die Entfernung zwischen Crivitz und Parchim. Und zwischen den beiden Kreißsälen dieser Orte ist nun eine Entscheidung gefallen (worden). Und zwar für…
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Kein Land für Frauen…

Mecklenburg-Vorpommern: In Parchim kündigt sich nach der „vorläufigen“ Schließung der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin auch die Schließung der Abteilung Geburtshilfe/Gynäkologie an. 

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland. 16 Kreißsäle gibt es noch. Drei davon sind sporadisch geschlossen. Das Land wirbt für sich selbst mit dem Slogan „Land zum Leben“. Das gilt jedoch offensichtlich nicht für alle Teile der Gesellschaft. 

Spoiler: Ganz am Ende dieses Beitrags erkläre ich euch, weshalb der Gesundheitsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU) zurücktreten sollte. Doch vorher lest die Geschichte eines Niedergangs. Sie ist schnell erzählt. Leider.

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#Entrechtet – Sind Kreißsäle rechtsfreie Räume?

„Natürlich nicht!“ wollen wir empört aufschreien. Und wir zitieren Artikel 2 des Grundgesetzes oder auch die Paragraphen 630 ff BGB. Das Recht auf „körperliche Unversehrtheit“, das Recht auf Selbstbestimmung, Information und Aufklärung, das Recht auf Einsicht in die Behandlungsunterlagen…

*** TRIGGERWARNUNG ***
Frauen, die Opfer von sexualisierter Gewalt/Gewalt unter der Geburt sind, sollten diesen Text nicht alleine lesen. Bitte gebt gut Acht auf Euch!

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Akademisierung, olé!

-Während Kinder sterben, betreibt Gesundheitsminister Jens Spahn Symbolpolitik-

Der Hebammenberuf soll akademisiert werden. Was gestern die Meldung des Tages war, ist für Hebammen längst ein alter Hut. Lange schon ringen Verbände und Ministerium um den besten Weg zur Umsetzung einer EU-Richtlinie, die nämlich genau das vorsieht und bei Nichteinhaltung ab 2020 zu Strafzahlungen führen würde. 
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Und täglich grüßt das Murmeltier

Dieses „dashabichdochschonirgendwogehört“- Gefühl, das kennt doch jeder, oder?
„Wie lösen wir die Hebammenkrise?“, das fragt Edition F am 25. August im Rahmen des Female Future Force Day und hat auch mich gebeten, Antworten darauf zu finden. Und sofort beschlich mich dieses Gefühl…. das hab ich doch schon irgendwo … wo hab ich denn das? HEBAMMENkrise?

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#mimimimi – Achtung! Einschränkung der Notfallversorgung betrifft Schwangere nicht

In Mecklenburg-Vorpommern beschwert sich Wolfgang Gagzow, der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft M-V e.V., über die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante bundesweite Einschränkung der Notfallversorgung. Der G-BA hat beschlossen, knapp 630 Kliniken in Sachen Notfallversorgung künftig den Hahn abzudrehen.
Das, so Wolfgang Gagzow im NDR MV, würde vor allem die Versorgung in den ländlichen Regionen schwächen. Die Besonderheiten von Flächenländern würden aus seiner Sicht nicht genug berücksichtigt und die Menschen müssten nun im Ernstfall längere Wege zurücklegen. Ach echt?!
#Mimimi fällt mir dazu nur noch ein.

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It’s all about Tiramisu! – Warum Jens Spahn eine Fehlbesetzung ist…

Sehr geehrter Herr Spahn,

am 26. Februar 2018 fand der Sonderparteitag der CDU in Berlin statt. Dort stimmten die Parteimitglieder über den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ab. Auch stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre geplanten Minister*Innen vor. Ganz neu im Aufgebot sollen Sie, Herr Spahn, in das Gesundheitsministerium einziehen. Am vergangenen Sonntag hat auch die SPD die Zustimmung von ihrer Basis zum GroKo-Vertrag erhalten. Wer kann Sie jetzt noch aufhalten? It’s all about Tiramisu! – Warum Jens Spahn eine Fehlbesetzung ist… weiterlesen

#MeToo und der „blinde Fleck“

Seitdem im Oktober 2017 die US-amerikanische Schauspielerin Alyssa Milano den Hashtag #MeToo nutzte, um Frauen zu ermuntern gegen sexuelle Gewalt und Übergriffe aufzustehen, wird ebendiese sichtbarer gemacht, denn je. Nicht nur in den USA. Weltweit stehen Frauen auf und sagen #MeToo. Auch ich bin Opfer, auch ich bin Überlebende. Es schien zunächst wie eine logische Fortsetzung dessen, was wir im vergangenen Jahr wenige Monate vor #MeToo unter #becauseits2017 oder #its2017 zusammenfassten. „Es ist 2015“, diese Antwort des Kanadischen Präsidenten, Justin Trudeau, auf die Frage, weshalb sein Kabinett in allen Facetten die Diversität unserer Gesellschaft widerspiegelt, war schlicht: „Because it’s 2015“. Zwei Jahre später nahmen die Sozialen Medien das Thema erneut mit Kraft auf. Das Jahrtausend der Frauen hatte begonnen.

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Falscher Protest?

Auf unserer Facebookseite und mit der Unterstützung dieser Petition setzen wir uns für die #Hebamme Ágnes Geréb ein. Dazu erreichte uns die Kritik, dass Ágnes Geréb nicht dafür verurteilt wurde, dass sie Hausgeburten begleitet, sondern, weil in ihrer Begleitung zwei Kinder gestorben sind.
Hierzu sei erklärt: Ungarn erlaubt grundsätzlich Hausgeburten, macht sie jedoch praktisch nahezu unmöglich. Diese Situation kennen wir auch aus Deutschland. Wir sehen damit das Recht der Frauen auf eine selbstbestimmte Geburt nicht gewahrt.

Dies schreibt uns nun Írisz unter diesem Beitrag unter anderem dazu: „Ágnes Geréb wurde nicht aus heiterem Himmel inhaftiert, „weil sie etc.“, sondern ein Gerichtsurteil von 2012 gegen sie wurde in höchster Instanz für rechtsgültig erklärt.
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Respect the other half

Look at Hungary, where a midwife is sent to prison for doing her work.
Look at Poland, where women should get hard punishment for an abortion.
Look at Germany where a female doctor is convicted for giving right and normal facts about abortion.
We don’t need to offer europaen Interrail tickets to young Europeans to discover Europe as long as we offer interjail tickets to midwives and obstretics that help women to make self-determined decisions. Europe! You should respect #HumanRightsinChildbirth You should respect the rights of the other half.
Time is up!
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