Tiramisu für Jens Spahn

It’s all about Tiramisu! – Warum Jens Spahn eine Fehlbesetzung ist…

Sehr geehrter Herr Spahn,

am 26. Februar 2018 fand der Sonderparteitag der CDU in Berlin statt. Dort stimmten die Parteimitglieder über den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ab. Auch stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre geplanten Minister*Innen vor. Ganz neu im Aufgebot sollen Sie, Herr Spahn, in das Gesundheitsministerium einziehen. Am vergangenen Sonntag hat auch die SPD die Zustimmung von ihrer Basis zum GroKo-Vertrag erhalten. Wer kann Sie jetzt noch aufhalten?

Sie, Herr Spahn, sind uns im Elternprotest sehr bekannt. Als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU haben Sie sich bereits 2013 bei den damaligen Koalitionsverhandlungen einen Namen gemacht. Wohlwollend haben Sie sich damals nicht gezeigt. Eher wirkten Sie belästigt. Wie konnten wir Eltern nur in Aufruhr geraten?

Sicherlich hat Ihr Kollege und Parteimitstreiter Herr Hermann Gröhe sich in der vergangenen Legislaturperiode sehr um die circa 22.000 Hebammen bemüht. Doch den Paradigmenwechsel hat er nicht vollbracht. Stattdessen müssen auch im Jahr 2018 in etwa 750.000 Familien in Deutschland um eine gute Begleitung während der Schwangerschaft und eine sichere Geburt für sich und ihr Ungeborenes bangen. Auch eine Wochenbettbetreuung erhalten zu wenige Frauen. Sowohl Frauen- als auch Kinderärzte können durch dicht getaktete Sprechstunden den jungen Familien nicht die Zuwendung bieten, die es beim Start ins gemeinsame Leben braucht.

Wie wollen Sie unsere Sorgen angehen?

Der Koalitionsvertrag liest sich erst einmal vielversprechend zur zukünftigen geburtshilflichen Versorgung in Deutschland:

  • Zu einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung gehören für uns neben einer gut erreichbaren ärztlichen Versorgung auch eine wohnortnahe Geburtshilfe, Hebammen und Apotheken vor Ort. (Zeile 4570)
  • Eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe auch durch Belegärztinnen und -ärzte ist uns ein Anliegen. Wir werden die Finanzierungsgrundlagen dazu überprüfen. (Zeile 4648)
  • Wir werden die Hebammenausbildung nach den EU-Vorgaben als akademischen Beruf umsetzen. (Zeile 4692)

Wirklich, das ist ein guter ausbaufähiger Ansatz!

Aber wissen Sie was? Ich traue Ihnen keine entscheidenden Reformen zu. Denn die einzige positive Eigenschaft, die Sie aus meiner Sicht haben, ist Ihr Alter: jung, dynamisch, … doch leider nicht bodenständig. Da sehe ich bei Ihnen nichts, worauf ich hoffen kann.

Ich wünschte Frau Merkel wäre Justin Trudeau und würde ihr Kabinett mit Menschen besetzen, die fundierte Berufserfahrungen in denen ihnen anvertrauten Ministerien haben.

Für das Gesundheitsministerium würde ich statt Ihnen eine Person vorsehen, die das DRG-System als medizinisches Fachpersonal in den letzten 10-15 Jahren hautnah erlebt hat. Beschnitten im Menschen zugewandten Arbeiten. Jemand, der das Desaster in den Kliniken oder auch im ambulanten Bereich erlebt hat.

Das wäre zum Beispiel eine Ärztin in einem Krankenhaus der Grundversorgung:

“Dann denke ich einfach auch nicht mehr an Herrn A., der mir morgens unter Tränen berichtet, dass er nachts schreckliche Schmerzen hatte, weil der Blasenkatheter verstopft war. Niemand habe ihn gehört, niemand habe ihm geholfen. Ich vermute, auch Herr A. hat die ersten 75 Jahre seines Lebens nicht an das Gesundheitssystem gedacht. Jetzt ist er alt, schwach und krank, kann nicht alleine aufstehen. Liegt im Bett und muss das System ertragen, ist ihm hilflos ausgeliefert. Das ist ein System, bei dem ich mich täglich frage, ob ich ernsthaft ein Teil davon bleiben möchte.”

Warum eine Ärztin ans Aufgeben denkt – Krautreporter

Doch stattdessen werden Sie am 14. März 2018 für die Vereidigung im Bundestag bereitstehen: ein gelernter Bankkaufmann und studierter Politikwissenschaftler, der mehr Lobbyinteressen als das Gemeinwohl zur Richtschnur seines Handelns macht.

Wissen Sie, womit ich die größten Schwierigkeiten habe? Das ist die grundsätzlich misstrauische Haltung gegenüber Hilfesuchenden. So eine Einstellung wie „Wenn man denen den kleinen Finger reicht, wollen sie die ganze Hand“. Da denke ich: entweder wollen das alle Menschen oder eigentlich gar keiner.

Auf Augenhöhe mit Betroffenen zu gehen. Empathisch zu sein. Lösungen für sie zu suchen und dies als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen – ohne unternehmerische Interessen zu verfolgen. Das brauchen wir. – Zum Wir gehöre zum Beispiel auch ich. Ich bin ein Mensch in Deutschland, eine Ärztin, eine Frau und Mutter von 3 Kindern.

Sie haben sich mal vor Jahren geäußert, dass Sie für „ein wirklich gutes Tiramisu“ alles stehen und liegen lassen würden.

Also bitte ich Sie, Herr Spahn! Nehmen Sie mein Tiramisu und lassen den Posten als Gesundheitsminister sein und widmen sich lieber anderen Dingen, zum Beispiel dem Finanzressort. Die Grundlagen dafür haben Sie zumindest mal gelernt.

Mit freundlichen Grüßen

Christina B.

 


Ich behaupte nicht, dass ich das weltbeste Tiramisu mache. Sehr gern dürfen Herrn Spahn weitere Tiramisu-Angebote gemacht werden. Ihr erreicht ihn aktuell noch im Finanzministerium in Berlin:

Bundesministerium der Finanzen, z.H. Jens Spahn – Parlamentarischer Staatssekretär, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin

35 Gedanken zu „It’s all about Tiramisu! – Warum Jens Spahn eine Fehlbesetzung ist…“

  1. Bitte Bitte Herr? Jens Spahn nehmen Sie alle Tiramisu die Sie bekommen und machen Sie sich unsichtbar. Danach kann es kann nur noch besser werden.

  2. „Wissen Sie, womit ich die größten Schwierigkeiten habe? Das ist die grundsätzlich misstrauische Haltung gegenüber Hilfesuchenden. So eine Einstellung wie „Wenn man denen den kleinen Finger reicht, wollen sie die ganze Hand“. “
    Wer sind Sie denn, daß sie so über andere Menschen reden können? Sie sind doch einer von denen (Menschen will ich das gar nicht nennen), die dem Volk und den Völkern die ganzen Hände samt Armen usw. genommen haben und weiter nehmen, weil sie selbst nicht genug bekommen können. Armes Deutschland, armes Europa, arme Welt kann ich dazu nur sagen, wenn solche Leute das Sagen haben.

  3. Bin auch dafür. Herr Spahn ist einer von denen, die denken, das das Gesundheitssystem genauso wie ein Betrieb geführt werden kann und Rendite abwerfen muß. Aber hier im Gesundheitswesen und auch in der Altenbetreuung geht es um Menschen und die sind keine Renditeobjekte. Also sind Sie, Herr Spahn, hier völlig falsch. Essen Sie Ihr Tiramisu und suchen Sie sich ein anderes Betätigungsfeld.

  4. Jeder Satz in diesem Brief findet meine volle Zustimmung! Auch ich wünschte, Frau Merkel würde die Ministerien an Fachleute mit einschlägiger und fundierter Berufserfahrung vergeben, dann wären wir Bürger dieses Staates hoffentlich nicht immer wieder dilettantischen Maßnahmen ausgesetzt, die höchstens irgendwelchen Wirtschaftsträgern etwas nützen, uns Bürger aber systematisch unserer Errungenschaften berauben. Aber das scheint ja wohl Kalkül zu sein!

  5. Sehr geehrter Herr Spahn,
    sollten sie Gesundheitsminister werden, so setzen Sie sich endlich für eine Selbstbestimmte Geburt und die Belange der wichtigen Arbeit der Hebammen ein. Es ist eine Schande für dieses Land, dass die Hebammen auf diesem Wege für ihr Recht kämpfen müssen und nicht – wie in vielen Ländern selbstverständlich – ihrer notwendigen, sehr bedeutenden Arbeit nachgehen können.
    Mit freundlichen Grüßen
    Knut Müller

  6. Ich halte das für albern. Man soll dem Mann doch wenigstens eine Chance geben. Noch ein Tipp: Man erreicht gewöhnlich mehr, wenn man Leute nicht beschimpft.

  7. Das Elend an der ganzen Sache ist, dass Menschen wie Herr Span niemals wieder so behandelt werden in unserem Gesundheitssystem wie „Otto Normalverbraucher“. Sie werden aufgrund ihrer Macht, ihres Einflusses, Bekanntheitsgrades und Ihrer finanziellen Möglichkeiten immer eine Sonderstellung einnehmen und nicht Stunden oder gar Nächte lang in den Notaufnahmen der Kliniken herumsitzen und mit Schmerzen warten müssen, bis endlich jemand von dem wenigen Personal Zeit für sie findet!
    In die Situation einer Gebärenden wird er sich nie einfühlen können und das damit verbundene Ausgeliefert sein!
    Es hilft auch meiner Meinung nach wenig, die Ausbildung zur Hebamme zu akademisieren, denn es gab bisher schon sehr gute Hebammmen!
    Ich bin Mutter von 3 erwachsenen Kindern und habe in allen Schwangerschaften eigentlich nur mit guten, verantwortungsvollen und einfühlsamen Hebammen zu tun gehabt. Was ich leider nur von einem beteiligten Arzt sagen kann – und in dieser Sparte sind ja bekanntlich alle Akademiker!

  8. -hoffentlich klappt der Deal dann mach ich zwei Tiramisu.
    Ne Finanzen wären bei dem Besser?!?!?
    Kaputt sparen kann er auf jeden Fall.
    Aber vielleicht trifft ihn mal die späte Rache und einer seiner Angehörigen wird krank (was ich nicht wirklich jemandem wünsche) oder braucht eine Hebamme………………….

    nur wenn dann nichts mehr geht dann auch nicht für Ihn.

  9. Lieber Herr Spahn,
    ich halte sie für eine fatale Fehlbesetzung.
    Bitte widmen sie sich Dingen, von denen sie etwas verstehen.
    Tiramisu vielleicht?

  10. Böcke werden zu Gärtnern.
    Nur für Frau Merckels Machterhalt.
    AfD bei den nächsten Wahlen 30 %
    Weiter so ihr Steigbügelhalter der Braunen .

  11. Ich möchte mich für Ihr Plädoyer bedanken. Es trifft voll ins Schwarze. Gilt allerdings auch für andere Minister und Ministerinnen siehe Bundeswehr.
    Es wird Zeit, unseren Volksvertretern klar zu machen, dass sie uns nicht alle Zeit zum Narren halten können.
    Es gibt nur noch wenige Volksdiener meistens nur noch solche die sich selbst bedienen.

  12. Sehr geehrter Herr Spahn,

    ich bin selbst Ärztin an einem Krankenhaus der Regelversorgung und kann aus meiner täglichen Erfahrung heraus Christina B. nur zustimmen. Wirklich gute Politik und eine Reform des Gesundheitssystems zugunsten der Menschen in Deutschland kann nur eine Person übernehmen, die in den letzten 20 Jahren im medizinischen Sektor aktiv tätig war!
    Genießen Sie ihr Tiramisu!

  13. Ach, Volkes Wohl – ein leeres Wort:
    Spahns Eigennutz fegt alles fort.
    Gerechtigkeit gen jedermann?
    Da fängt er bei sich selber an!

    Er schrie oft: „Hier!“ – und das sehr laut.
    Man merkt es, wenn man Talk-Shows schaut.
    Weil Merkel gerne Ruhe hätt,
    verjüngt sie so das Kabinett.

    Die Empathie ist hinderlich,
    am besten ist, man hat sie nicht.
    Was geht uns denn der Mitmensch an,
    solang man ihn verwalten kann?

  14. Ich verfolge frustriert und angewidert das, was unsere sog. Volksvertreter anrichten und was ihnen tatsächlich wichtig ist. Nämlich das eigene Ego, die eigenen Befindlichkeiten und den guten Kontakt zu den „wirklich Wichtigen“ – Pharma- und ChemieKonzerne, Automobil- und Bankengrößen. Mir wird Angst und Bange.

  15. Die Aussichten für Frauen, ihre Selbstbestimmungsrechte in Gesundheitsfragen gemäß Menschenrechts-Charta, werden immer schlechter, statt besser.
    Wie kann so krasses Verschulden gegen Volkeswillen stillschweigend geschehen?
    Die größte Petition unserer Republik war die Forderung „wir brauchen unsere Hebammen“. Seitdem hat sich die Arbeitssituation der Hebammen paradoxerweise nur verschlechtert!

    Leute, überhäuft den kommenden Minister mit Tiramisu!

    Schaut nach, daß die Politik konkrete Vorschläge bekommt, um die Arbeitszufriedenheit der Hebammen zu sichern – damit sie nicht aufgeben – und Frauen dank Hebammenangeboten die Wahlfreiheit für individuelle Geburtsbetreuung behalten, bzw. wiedergewinnen.
    Solche Vorschläge finden sich unter dem Titel „5 Forderungen an die Politik“, schnell auffindbar auf der Startseite von http://www.hebamme-bp.de

    Z.Zeit sind Hebammen der Willkür des Versicherungskommerz ausgeliefert! Das auf diese Weise ein Gebührenvertrag mehr Geltung bekommt, als ein Bundesgesetz zur Berufsregelung: so ist das Hebammengesetz bereits in weiten Teilen nicht mehr ausübbar, und Frauenrechte auf Seiten der Klientinnen nicht mehr wahrzunehmen.
    Wo bleibt der große Aufschrei aus der Frauenrechtsbewegung? Wo bleibt die Solidarität aller Männer und aller kinderlosen Singles, die eines Tages von den jetzt geborenen Kindern im Alter mitversorgt werden wollen?
    Noch einmal dringend wichtig:
    Change.org-Petition „5 Forderungen an die Politik“ – leicht auffindbar auf der Startseite von
    http://www.hebamme-bp.de

  16. Erst ein Minister für Verkehr und Digitales, jetzt ein Gesundheitsminister…. für mich ist es eine Schande, wenn Politiker, die vermutlich von Unternehmen beraten und eventuell auch bezahlt werden für das Wohl einer Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt verantwortlich sind.

    Die Liste ließe sich sicherlich fast unbegrenzt fortsetzen

  17. Die Kinder sind unsere Zukunft oder? Wie kann es da egal sein, wie sie geboren werden? Unsre Kliniken gleichen immer mehr Legebatterien und Fliessbandarbeit. Bitte aufhören !!!!

  18. „— dass da gehören soll. was da ist, denen, die für es gut sind, also. die Kinder den Mütterlichen…“ (Bertolt Brecht) ,- der Job des Gesundheitsministers also dem Förderer von Leben und Gesundheit!

  19. Dem Protest kann ich mich nur anschließen. Das deutsche Gesundheitssystem ist bereits kollabiert…..
    Ich ware für ein einjähriges Praktikum in einem Altenheim für H. .Spahn, allerdings als Insasse! Dann weiß er gewiss, von was wir redden!!!!

  20. Das so jemand wie Jens Spahn ein Gesundheitsminister sein soll, macht mich wahnsinnig wütend und hoffnungslos. Gleichzeitig spiegelt er die gesamt Einstellung der CDU. Um die Unterstützung der Bürger geht hier nicht sondern um Gewinne und Geschäfte.
    Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die die richtige Worte finden die Zustande in der Politik zu beschreiben. Gleichzeitig frage ich mich immer wieder von neu, warum die Wähler von CDU an solche Informationen nicht kommen und immer wieder der Meinung sind CDU sei die richtige Partei für sie.

  21. Herr Span, kümmern Sie sich bitte um die, die sich um andere kümmern. Je besser es den Pflegenden und Fürsorgenden geht, desto besser geht es der Gesellschaft.

  22. Jawohl! Was versteht EIN MANN überhaupt von Schwangerschaft, Geburt, stillen? Unseren mütterlichen Sorgen, Ängsten und Freuden? Eine Frau und (mehrfache) Mutter muss als Ministerin her!! Ich würde dafür sogar zwei Tiramusu liefern! Warum bestellen wir dem Menschen nicht einfach viele viele Tiramisu als Protest?! Denn ehrlich, die PoWis (Politikwissenschaftsstudenten) an meiner Uni waren alles: ordentlich, kompetent, karriereorintiert, zielstrebig, aber so einem hätte ich meine Sorgen eher nicht anvertraut, zu abgehoben!

    1. Und ich befürworte, dass als Verteidigungsminister nur noch jemand dienen darf, der mindestens einen Toten durch Bundeswehreinsätze in der eigenen Familie hat.

  23. Können wir nicht eine BITTE an Frau Bundeskanzlerin schicken, dass sie ihre Wahl ändert?? Bei all den Problemen im Gesundheitswesen so einen jungen Spund ohne Kids und alles da losschicken, ist doch die Höhe!

  24. Unglaublich, wie wenig Können und Eignung für einen Ministerposten erforderlich sind. Nach 3 Monaten als Bundesminister hat dieser Mensch Anspruch auf eine Altersversorgung die ein Arbeitnehmer mit 200 Beitragsjahren nicht erreichen kann. Natürlich als Minister privat krankenversichert, darf entscheiden, womit sich die pflichtversicherten, steuerzahlenden Lemminge zufrieden geben müssen.
    Entsetzlich, was uns diese künftige Kanzlerin zumutet!

    War es nicht Jens Spahn, der irgendwann mal erklärte, ab einem Alter z.B. 80 Jahren oder früher bestimmte Leistungen der gesetzichen Krankenversicherung zu verweigern?

  25. …die bestmögliche Versorgung aller Menschen in diesem Land, darauf hat jeder ein Geburtsrecht und ihre Aufgabe ist es dafür einzustehen und es umzusetzen. Wofür geben Sie unser gemeinsam erwirtschaftetes Geld aus und wofür nicht? Banken werden gerettet aber Menschen verkommen in unseren Gesundheitseinrichtungen, das ist wahr und Menschen unwürdig. Den sozialen und gesellschaftlichen Zustand eines Landes erkennt man daran wie mit Kindern, Kranken, Alten, Tieren und der Welt, unsere Lebensgrundlage , umgegangen wird…Beschämend.
    Sie haben eine große Aufgabe angenommen und Sie sind den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet, nicht irgendwelchen wirtschaftlichen Interessen, Wirtschaftsverbänden usw.
    Dafür braucht es Unbestechlichkeit, Klarheit, Loyalität und Empathie für die Menschen in unserem Land und Mut neue Wege zu gehen. Immer wieder innezuhalten, auch mal ein oder zwei Schritte zurück, die Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Denn mit den Lösungen von gestern, können Sie die Probleme von heute nicht lösen. Dabei niemals den Wählerauftrag vergessen. Den findet man(n) übrigens nicht dort, wo mit Krankheit und Leid immense Gewinne erzielt werden…das ist erbärmlich und zutiefst unmenschlich. In was für einer Welt wollen Sie leben? In was für einem Deutschland wollen Sie leben? Überraschen Sie uns damit, dass Sie ihren Wählern diese Fragen stellen und sich mit den Antworten als Auftrag in Ihrem Ressort auf den Weg machen, um Ihren Beitrag zu leisten, unsere eine Welt zu einem besseren Ort zu machen.

  26. Liebe Christina,
    du hast völlig recht. Herr Spahn könnte vielleicht Finanzminister werden, sowas hat er ja studiert. Leite deinen Post doch bitte an Frau Merkel weiter, vlt hat sie als kluge Frau ja ein Einsehen. Betriebwirte sind schon im Krankenhaus-Management eine Katastrophe, weil sie nur Gewinn maximierend denken anstatt Gesundheit fördernd. Gesundheitsminister*in sollte eine Ärztin, BS/Master of Midwifery oder Pflegewissenschaftlerin werden, kein Betriebswirt.
    LG Judith (Hebamme)

  27. Ich kann nur zustimmen: Jens Spahn als Gesundheitsminister ist eine Katastrophe! Ein profitorientiertes Gesundheitssystem sollte gesetzlich verboten werden! Wir sehen mit dem Asklepios-Konzern in Hamburg, wohin das fuehrt: Die PatientInnen und das medizinische Personal muessen es buessen… Einfach furchtbar! Jens Spahn ist auch ein erbitterter Gegner der Buergerversicherung – die das Gesundheitssystem auf eine gesunde und gerechte Grundlage stellen wuerde! Ich ahne Schlimmes, wenn Spahn die Geschaefte uebernimmt!

  28. Ich mache, so heisst es, ein sensationelles Tiramisu – Sie bekommen davon so viel Sie wollen!!! (nur bitte: lassen Sie die Finger weg vom Gesundheitsressort!)

  29. In ganz Europa regieren Männer im Kreißsaal. Ich wurde angeschnallt mit dem Messer attackiert ohne Narkose! Das entzieht sich der irdischen Gerechtigkeit, weil die Gutachter von derselben Lobby sind! Wer anderer bekommt keine Ausbildungsstelle. Hebammen wird die Arbeit schwer gemacht.

  30. Lest mal Kafka „Vor dem Gesetz“; Gerechtigkeit ist möglich, aber nicht jetzt“, sagt der Türhüter vor dem Eingang zum Gesetz. Frau Merkel bestätigt mit ihrem Kabinett, dass wir „Unterprivilegierten und Vereinzelten“ alle in diesem „nicht jetzt“ bleiben sollen, in verfassungskonformer Gleichheit, Flüchtlinge, Hartz-IV-Hungerleider, Schwangere usw. Machen wir ein JETZT aus diesem NICHT JETZT! Anstatt uns mit politisch korrekten Lügen abspeisen zu lassen. Eine gerechte Gesellschaft kann nicht rentabel sein!

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